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Stadt Rheinstetten - Politik/ULR
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Pflegestützpunkt ohne Rheinstetten ? (15.7.10)
Im Oktober 2009 war dieses Vorhaben des Landkreises schon einmal auf der
Tagesordnung des Gemeinderates und wurde vertagt, weil man zu keinem
Ergebnis gekommen war. Nun wurde es nochmals in der Sitzung des
Verwaltungs- und Finanzausschusses(VFA) thematisiert. Um was geht es
dabei?
Die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und die kommunalen
Landesverbände haben vereinbart, versuchsweise Pflegestützpunkte für ältere
Menschen und ihre Angehörigen einzurichten, um eine wohnortnahe
Beratung, Betreuung und Versorgung sicher zu stellen. Für die Probephase
wurden dem Landkreis Karlsruhe 2 Stützpunkte zugestanden. Zum südlichen
Pflegestützpunkt sollen Ettlingen, Malsch, Waldbronn, Karlsbad, Marxzell und
Rheinstetten gehören. Die Kosten für die Beratungs- und
Koordinierungsstelle tragen zu einem Drittel die Krankenkassen, zu einem
Drittel die Pflegekassen und zu einem Drittel der Landkreis, das sind die
beteiligten Kommunen. Mit dieser Vereinbarung sollen Doppelstrukturen
vermieden werden.
In Rheinstetten gibt es seit vielen Jahren eine IAV- Stelle( Information-
Anlauf-Vermittlung), die diese Aufgabe wahrnahm. In Erwartung des
Pflegestützpunktes wurde diese Stelle reduziert. Das hielt die Mehrheit des
VFA nicht ab, gegen den Pflegestützpunkt zu stimmen, mit der Überzeugung,
dass Rheinstetten das allein besser könne, auch wenn die Kosten dann allein
Rheinstettens Sache wäre. Für den Pflegestützpunkt stimmten nur der
Oberbürgermeister und die ULR. Sie allein wollten sich auf den 2 Jahre
dauernden Versuch einlassen. Wie soll es nun weitergehen? Falls die großen
Fraktionen nicht ihre Meinung ändern, muss die IAV Stelle wieder angehoben
und die Fachkraft fortgebildet werden. An diesen Kosten werden die
Kranken - und Pflegekassen sich allerdings nicht beteiligen.

Manfred Rihm
Gerd Waidner
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