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Bürgertreff in Neuburgweier bot Gelegenheit zum Gespräch (18.1.06)
Die Mischung aus Kultur, Ansprachen sowie der Gelegenheit zum Gespräch beim
Rheinstettener Bürgertreff hat zahlreiche Besucher in die Festhalle Neuburgweier
gelockt. Zu diesem Termin lädt der Ortschaftsrat anstelle eines Neujahrsempfangs
ein. Ehe das Musikkabarettduo Ana und Anda die Bühne betrat, zogen Ortsvorsteher
Gerhard Bauer und Oberbürgermeister Gerhard Dietz Bilanz und gaben einen
Ausblick auf das, was den Stadtteil und die Große Kreisstadt 2006 erwartet.
Dazu wird voraussichtlich der Abschied von der Unechten Teilortswahl gehören.
Zwei Tage zuvor hatte der Ortschaftsrat den Weg dafür frei gemacht. „Wir
haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Gerhard Bauer.
Das Gremium habe sich jedoch erforderlichen neuen Entwicklungen nie in den
Weg gestellt.
Auf der Agenda steht für Neuburgweier auch ein „Haus der Vereine“ neben
der Festhalle. „Das muss dieses Jahr kommen, auch bei knappen Kassen“,
so der Ortsvorsteher. „Dass der Ausbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung
zu einem Vereinshaus in einen Ausschuss verschoben wurde und seither auf Eis
liegt, kann der Ortschaftsrat nicht verstehen“, meinte er. Nun soll ein
Antrag an den OB die Angelegenheit beschleunigen. „Die Sache liegt nicht
auf Eis“, erwiderte Gerhard Dietz und zeigte sich optimistisch, dass
die interessierten Vereine sich in diesem Jahr Räume in dem stadteigenen
Gebäude einrichten können. Lob zollte Bauer dem ehrenamtlichen Engagement,
das etwa in den Benefizveranstaltungen für die Wachter-Fenster in der
Aussegnungshalle deutlich werde. Hier zeichnet sich eine finanzielle Beteiligung
der Kommune ab. Damit sowie mit Spenden soll es möglich werden, dass Ehrenbürger
Emil Wachter im Jahr seines 85. Geburtstags die Kunstverglasung für die
Friedhofshalle fertig stellt.
Als vollen Erfolg werteten Bauer und Dietz den neu gestalteten Rathausplatz
in Neuburgweier, der sich zu einem gut besuchten Treffpunkt entwickelt habe. „2005
ist gut gelaufen“, lautete für die Stadt das Fazit des OB. Die Ansiedlung
von zwei Betrieben hinter der Messe bringe 400 Arbeitsplätze, der Kämmerer
könne sich zudem auf höhere Steuereinnahmen freuen. Die Haushaltskonsolidierung
sieht Dietz als „gemeinsame Anstrengung“ von Verwaltung und Gemeinderat
weiter auf einem guten Weg.
Dass Kultur beim Bürgertreff groß geschrieben wird, zeigte schon
die musikalische Umrahmung der Reden durch das Querflötenduo Caroline
Weiler und Johanna-Luisa Gramacho-Narloch vom Musikverein Neuburgweier.
Dann hieß es bei Ana und Anda: „Wir übernehmen keine Gewähr,
denn die Vorstellung findet ja eigentlich gar nicht statt.“ Obwohl krankgeschrieben
wegen „Kulturschwund“, legten die Künstlerinnen aus Karlsruhe
aber doch los und machten sich auf die Suche nach Mitteln gegen dieses „Gebrechen“.
In Dialogen und Liedern probierten sie Tropfen aus der Apotheke, Feng Shui
und sogar göttliche Hilfe aus. Spätestens bei der Stepptanzeinlage
war klar, dass die beiden alles andere als reif für einen Krankenschein
waren. Im Anschluss gehörte der Abend dem Gespräch zwischen den Bürgern
sowie zwischen Bürgern und Stadtvertretern. (m.f.G.d.BNN)
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